Der Montag des Karnevals, der dem Aschermittwoch vorausgeht, ist der Rosenmontag, der immer an verschiedenen Kalendertagen stattfindet, im Jahr 2013 am 11. Februar. Für Karnevalisten ist dies der wichtigste Tag der Karnevalszeit und wird mit Rosenmontagszügen in Großstädten typischer Karnevalshochburgen begangen.
Rosenmontag – ein wichtiger Tag für Karnevalisten
Der Kalendertag, an dem Rosenmontag stattfindet, ist abhängig vom Datum des Osterfestes, denn dieser Tag wird 48 Tage vor dem Ostersonntag begangen. Frühestens findet der Rosenmontag am 02. Februar statt, spätestens jedoch am 08. März. Er ist verbunden mit der Fastenzeit, die sich vom Aschermittwoch bis zu Ostern erstreckt. Rosenmontag ist kein gesetzlicher Feiertag, also müssen alle, die ihn auf traditionelle, karnevalistische Weise begehen wollen, einen Urlaubstag beanspruchen. In den Karnevalshochburgen in Deutschland wird allerdings häufig ein freier Tag gewährt, abhängig vom Arbeitgeber.
Rosenmontag und seine Bedeutung
Eindeutig können die Bräuche zum Rosenmontag und die Umzüge nachgewiesen werden, allerdings ist es nicht so leicht, die Herkunft des Namens zu erklären. Der Begriff stammt wahrscheinlich aus Köln und leitet sich aus dem kirchlichen Rosensonntag ab, der eine hohe vorösterliche Bedeutung hatte. An diesem Tag in der Mitte der Fastenzeit wurden besondere Persönlichkeiten mit einer goldenen, vom Papst geweihten Rose geehrt. Das Volk feierte die Hälfte der Fastenzeit mit ausgelassenem Treiben und mit Alkoholgenuss.
Die Feierlichkeiten zum Rosensonntag wurden durch Napoleon untersagt, doch sollte künftig der Karneval im geordneten Rahmen gefeiert werden. Daher wurde am 06. November 1822 in Köln das Festordnende Komitee gegründet, das sich seither immer am Montag, der auf den Rosensonntag folgte, traf. Ein Rosenmontag wurde ins Leben gerufen, der allerdings vier Wochen nach dem Rosenmontag, der heute gilt, begangen wurde. Der erste organisierte Karnevalsumzug fand in Köln bereits an einem Montag im Februar des Jahres 1823 in Köln statt. Der Begriff Rosenmontag wurde ca. im Jahre 1830 auf den Montag, der zwei Tage vor Aschermittwoch liegt, übertragen. Eine andere Möglichkeit für den Ursprung des Namens Rosenmontag besteht darin, dass kirchliche Vertreter an diesem Tag Festgewänder mit der Farbe Rosa trugen. Eine weitere Herkunft des Namens kann sich von „Rasen“, was bedeutet, ausgelassen zu sein, ableiten.
Nach Kölner Vorbild fanden kurze Zeit später in weiteren Städten Rosenmontagszüge statt:
- In Düsseldorf im Jahre 1825
- In Mainz im Jahre 1837
- Bald darauf in weiteren Städten.
Anlässlich der Rosenmontagszüge wurden Verkleidungen und Masken getragen, die zur Vertreibung böser Geister und zur Verabschiedung des Winters dienen sollten. Heute stehen die Umzüge zum Rosenmontag und damit verbunden die Kostüme und Umzugswagen immer unter einem bestimmten Motto, zumeist werden politische Themen auf die Schippe genommen.
Der Narrensprung ist in schwäbisch-alemannischen Gebieten eine wichtige Tradition zum Rosenmontag, denn verkleidete Menschen springen mit Rasseln, Peitschen und Schellen über die Straßen, um die Passanten zu erschrecken.
